Warum ich keinen Schnee mehr mag

Mein heutiger Beitrag ist durch diesen Beitrag inspiriert.
Heute früh sagte mein Freund mir es schneit. Auf mein „oh nein“ hat er mir versichert, dass nichts liegen bleibt. So geht das immer, wenn es schneit und ich weiß, dass ich an dem Tag noch unterwegs sein möchte.
Als Kind habe ich Schnee geliebt. Ich mochte es, ihn anzufassen, zu Kugeln zu formen oder einfach nur in der Hand zu zerdrücken, um das Knirschen zu hören. Mit meiner Familie bin ich damals auch mal Schlitten gefahren oder wir Geschwister haben Schneemänner gebaut.
Ich weiß auch noch, dass ich als kleines Kind den Schnee immer mit reinnehmen wollte, was natürlich nicht gut ging. Damals habe ich noch nicht so weit gedacht, obwohl er mir ja in der Hand immer geschmolzen ist.
Zu meiner Internatszeit, in der ich immer selbstständiger wurde und somit auch allein nach draußen gegangen bin hat sich das geändert.
Ich ertaste mir meinen Weg mit dem Blindenstock. Liegt Schnee kann ich den Untergrund nicht mehr richtig wahrnehmen und es kann passieren, dass ich auf der Straße lande. Zudem werden die Umgebungsgeräusche geschluckt, was mich zusätzlich behindert.
Am Schlimmsten war das für mich als ich noch pendeln musste. In Frankfurt waren die Wege zwar meistens gestreut, dennoch war es für mich zusätzlich zu der Belastung durch die Pendelei ein weiterer Stressfaktor, mich da allein durchkämpfen zu müssen. Ich hatte selten Begleitung, traf leider auch kaum spontan Leute, die ich hätte um Hilfe fragen können. Ich war ja immer schon so früh unterwegs und gerade in stressigen Situationen fällt es mir schwer, andere um Hilfe zu bitten.
Aktuell bin ich froh, dass ich nicht täglich raus muss. Mein Weg in die Stadt ist durch meinen Umzug vor über einem Jahr auch deutlich einfacher geworden. Sollte ich wieder einen Job haben ist das jetzt deutlich stressfreier.
Zum Glück hat es zu meiner Zeit beim HR selten geschneit, sodass der Horror, den ich damit verbinde, nicht allzu häufig war. Wenn ich zurückdenke hatte ich aber immer Angst, verloren zu gehen oder einen Unfall zu haben. Natürlich ist nie was passiert.

GitHub: Repositories löschen

Ich hatte ja vor einiger Zeit angekündigt, mich näher mit GitHub zu befassen. Den Account hatte ich schon seit Jahren. Also hab ich mich letztens eingeloggt und alte Repositories gefunden, an denen ich definitiv nicht weiter basteln werde.
Mir stellte sich die Frage, wie lösch ich die jetzt?
Ich hätte gedacht, ich könnte in der Liste meiner Repositories einfach auf „delete“ klicken, so einfach ist es aber nicht. Intuitiv geht anders. Also bin ich einer Facebookgruppe für GitHub Anfänger beigetreten und habe mit meinem angerosteten Englisch meine Frage gestellt. Damit ich es nicht selbst wieder vergesse, schreibe ich hier mal die Lösung nieder. Es ist wie mit vielem, wenn man es einmal weiß… Seis drum.

Auf der Startseite sehe ich unter anderem meine Repositories. Dort klicke ich das an, welches ich löschen will.
Es erscheint die Seite mit allen Infos zum gewählten Repository. Ich kann zwar mit h zur Überschrift mit dem Titel des Repos springen, muss dann aber noch zum Punkt „settings“ weiter scrollen.
Es erscheint die Seite „options“, die in verschiedene Abschnitte unterteilt ist, hier brauche ich die Überschrift „dangerzone“, darunter findet sich mein Schalter „delete this Repository“.
Es folgt die obligatorische Abfrage, ob ich das wirklich löschen will nebst Warnung, dass dies nicht rückgängig zu machen ist. Zur Bestätigung gebe ich den Namen meines Repos ein und drücke „I understand the consequences, delete this Repository“.
Beim ersten Repo musste ich nochmal mein Passwort bestätigen, ich weiß jetzt nicht, in welchen Intervallen danach gefragt wird. Jetzt habe ich nur noch die Repositories an denen ich in Zukunft auch arbeiten möchte.
Sollte allgemein Interesse an einem GitHubGuide o.ä. bestehen schreibt es mir gern.

zwei Welten

Für mich ist gerade die Zeit zurückzudenken. Heute ist mein letzter Auftritt mit unserer Abteilungsband ein Jahr her. Zu der Zeit war schon klar, dass ich nur noch 7 Monate beim hessischen Rundfunk sein würde. Wenn mir etwas aus dieser Zeit immer positiv hängen bleiben wird sind es diese Auftritte und die Bandproben dazu.
Diese Band hat mir das Gefühl gegeben, dass meine beiden Welten IT und Musik mit einander verschmelzen. Das waren ganz besondere Momente mit unbeschreiblich viel Gefühl. Etwas wehmütig bin ich bei dem Gedanken, selbst nicht in einer festen Band zu singen. Die Dankbarkeit überwiegt, auch weil ich bis zum Schluß von der Erinnerung zehren konnte. Gerade das zweite Halbjahr 2018 zog wie in einem Nebel an mir vorbei. Nur dieser Auftritt ist immer noch so klar abrufbar, als wäre es gestern gewesen.
Das Gefühl kann mir nicht genommen werden. Die Mitschnitte kann ich verlieren, den Rest nicht.
Falls das irgendwer von euch liest, danke für diese wunderbaren Momente. Ihr habt mein Gefühl bestätigt, dass IT und Musik zusammenpassen.

Ich bin ein Gutenberg Muffel

Man könnte auch sagen, ich bin ein kleiner Schißer. Es gibt den Gutenberg Editor in WordPress schon so lange, ich nutze ihn immer noch nicht.
In diesem Beitrag hat Marco Zehe geschrieben, warum er ihn nicht empfielt. Ich hatte marco vor einiger Zeit in den Kommentaren eines älteren Beitrags gefragt, ob der Gutenberg Editor inzwischen genutzt werden kann und schon da hat er mir abgeraten.
In einigem bin ich ja durchaus bastelfreudig, wenn es das wort überhaupt gibt, das hört aber bei Dingen die einfach funktionieren müssen auf.
Oft veröffentliche ich meine Blogbeiträge spontan, ich war noch nie die große Planerin. Da muss ich mich auf die Technik verlassen können.
Natürlich werde ich mich weiterhin auf dem Laufenden halten und mir ggf. mit einer Testinstanz ein eigenes Bild machen, aktuell stelle ich das noch hinten an. Ich habe noch so viele Ideen, schon da fällt es mir schwer zu priorisieren. Daher bin ich sehr froh, dass es den Classic Editor noch eine Weile geben wird.

Ich liebe mein Leben

Heute früh bin ich mit demselben liebevollen Gefühl aufgewacht, wie ich gestern eingeschlafen bin.
Ich lag noch einige Zeit wach und hab die letzten Monate an mir vorbeiziehen lassen. Es macht mich so unfassbar dankbar, wie sehr ich inzwischen alles einfach sein lassen kann, wie es ist. Mir wird klar, dass ich die ganzen letzten Monate dafür gebraucht habe, mich selbst immer mehr anzunehmen und zu erkennen.
Ich werde immer liebevoller gegenüber mir selbst und das zeigt sich so langsam auch in meinem Umfeld. Meine Familie lässt mir meinen Freiraum, immer mehr meiner Ängste lösen sich durch neue Erfahrungen in Luft auf.
Ich kann gar nicht aufhören darüber zu staunen. Ich frage mich wundernd, was da noch alles kommen wird.
Der Spruch es kann nur besser werden stimmt. Ich höre auf mich als Opfer meiner Umstände zu sehen und nehme mein Leben immer mehr in die Hand.
Ich erinnere mich, wie ich in meinem Beitrag im Mai von der Sehnsucht schrieb, zu meiner verstorbenen Freundin zu wollen. Jetzt, nur ein halbes Jahr später, liebe ich mein unperfektes Leben.
Ich weiß, dass sie immer bei mir ist und ich jederzeit mit ihr reden kann, wenn mir danach ist.
Diese Gefühle nichts wert zu sein, Angst vor Fehlern zu haben und zu denken ich sei nicht gut genug verschwinden von Tag zu Tag mehr.
Letztens wollte ich hier über meine Abschlussprüfung schreiben. Mich hat geärgert, dass mir eine Firma abgesagt hat wegen meiner schlechten Abschluss Note. Kaum hatte ich die ersten Zeilen geschrieben, war die Enttäuschung darüber schon wieder verschwunden.
Dabei habe ich nicht viel mehr gemacht als zu meditieren, mich selbst aufzubauen und mich immer mal wieder bei Freunden auszusprechen.
Es scheint unglaublich, wie viel sich in einem halben Jahr ändern kann. Natürlich gibt es noch viele Momente, in denen ich zweifle und die alten Gefühle hochkommen, aber es wird von Tag zu Tag besser.
Gestern habe ich ja einigen Wirbel verursacht bei dem Versuch, euch meinen letzten Beitrag zukommen zu lassen. Das hätte mich noch vor einem Jahr sehr belastet, aber der Moment war gestern nur kurz. Ich konnte es im Nachhinein eh nicht mehr ändern.
Ich bin noch lange nicht da wo ich hin will, aber es wird.

jetzt gehts rund

Heute bin ich sehr still. Viel Gefühlsachterbahn, wenig Gedanken, die sich aufschreiben lassen.
Ein ganz merkwürdiges Gefühl macht sich breit, voller Erwartung auf das was kommt.
Ich kann es am ehesten mit Vorfreude beschreiben.
Dieses Jahr werde ich besonders beschließen, Weihnachten alleine. Man kann sagen, ich habe es mir so ausgesucht. Meine Schwester hätte mir die Zugtickets bezahlt, aber die Umstiege abgenommen hätte mir das nicht. Also habe ich entschieden, dieses Jahr einmal ohne die Familie zu feiern.
Mein in den letzten Jahren obligatorischer Kongressbesuch wird auch ausfallen, weil ich mir das Hotel nicht leisten kann. Etwas Wehmut kommt bei dem Gedanken auf, all die Leute nicht zu sehen, die ich nur einmal im Jahr sehe. Das wird sehr merkwürdig.
Mein Freund und ich sehen uns dann auch 2 Wochen nicht, eine lange Zeit für uns. Besonders in den Nächten wird er neben mir fehlen.
Ich werde die Zeit nutzen, um mich noch tiefer zu erkennen, alte Prägungen anschauen und ins Positive verändern. Nur so kann ich mich selbst heilen.
Ein Stück weit hole ich mir auch mein Selbstvertrauen zurück. Ich ertappe mich so häufig bei dem Gedanken, etwas nicht oder nicht mehr zu können, obwohl ich es doch mal konnte. In den letzten Monaten wollte ich nur gehalten werden und bloß nichts scheinbar Unangenehmes machen müssen. Selbst allein einkaufen erschien mir wie eine Last, das muss sich wieder ändern.
Ich kann nicht erwarten, dass jemand mein Potential erkennt, wenn ich mich selbst klein halte. Schluss mit den ständigen Selbstsabotagen.
Ich merke doch, dass es geht. Ich hatte höllische Angst meiner Mutter zu sagen, dass ich nicht komme. Weihnachten ohne die Familie? Das geht doch nicht, sie wird so enttäuscht sein.
Ach papperlapapp, nichts ist passiert. Sie wird mir ein Paket schicken.
Vielleicht kann ich dann auch endlich diese Mauer abtragen und mal etwas programmieren. Das Gefühl überschreiben, ich wäre dafür nicht gut genug. Ich programmiere mich selbst um, dann geht’s mit dem Computer weiter. Klingt bestimmt total merkwürdig, ist aber so.
Und dann wird 2020 mein Jahr, vieles wird sich richten. Was nicht mehr zu mir gehört wird verschwinden. Wie aus dem Ei gepellt streife ich die alte Haut ab. Diese Worte wollte ich schon so lange hier schreiben, jetzt traue ich mich.

Linktipp: Warum die Jobsuche länger dauernd darf

Dieser Beitrag ist heute mein Linktipp. Für alle, die sich wie ich viel Druck bei der Jobsuche machen und sich damit selbst im Weg stehen. Ich war fest davon überzeugt, mehr als drei Monate ohne Job zu sein würde meinen Lebenslauf ruinieren. Ich weiß, ich bin auch wählerisch und in den letzten Wochen hat sich der Gedanke breit gemacht, so wird das nie was mit dem für mich perfekten Job. Jetzt fühle ich mich wieder besser. Danke.

Rückblick auf die letzte Woche

Advent, Advent, die Svenja brennt.
Wenn ich schon keinen Adventskranz habe, bringe ich mich eben selbst zum Leuchten.
Genug geblödelt, ich wünsch euch einen wunderschönen 2. Advent. Danke, dass ihr den Weg mit mir weitergeht.
Heute nutze ich die Gelegenheit die letzte Woche nochmal gedanklich an mir vorbeiziehen zu lassen.
Ich stelle fest, dass ich mit meinem Experiment schon ein Drittel der Zeit bis Weihnachten gefüllt habe.
Themen zu finden fällt mir leichter als gedacht, nur sie mit Inhalt zu füllen…Da tue ich mich noch schwer.
Ich lese meinen Beitrag durch und denke „nee, so kannst du das nicht schreiben.“ Oder „du wiederholst dich ja immer.“
Mein Perfektionismus und mein innerer Kritiker sind immer noch viel zu laut für mich, aber ich arbeite daran.
Mein Vorteil ist, dass ich noch nicht viele Leser habe, so kommt die Angst eines Shitstorms gar nicht erst auf. Schließlich ist bei meinem ersten emotionalen Beitrag auch nichts passiert. Meine Befürchtungen sind nicht wahr geworden.
Gestern war mir gar nicht nach Schreiben, nur nach ganz viel fühlen und noch tiefer verstehen. Ich träume zurzeit sehr intensiv, alte Wunden die ich nie wirklich geheilt habe reißen wieder auf. Trotzdem genieße ich diese Zeit, ich habe das Gefühl nur so kann ich mich selbst finden. Ob ich mehr über diesen Prozess schreiben werde, weiß ich noch nicht. Ein paar Themen schwirren hier noch herum und es gibt noch ganz alte Beiträge, die noch nicht fertig sind.
Was mich sehr beruhigt, ich hatte ja vor einiger Zeit angekündigt meine Themen zu überarbeiten und trotzdem sind meine Abonnenten per mail nicht weniger geworden.
Schön ist auch, dass der Frust über zu wenig Kommentare ausbleibt. Das gab es früher immer, wenn ich Musik hochgeladen habe und keiner sie kommentiert hat. Mir ist klar geworden, dass das oft ein Schrei nach Aufmerksamkeit war. Das kann ich einfach stehen lassen. Mir ist wichtiger mich immer mehr ausdrücken zu können. Zu dem zu stehen was meine Wahrheit ist. Ich zerdenke immer noch viel zu viel und traue mich dann nicht. Momentan ist es aber wie ich oben geschrieben habe, ich finde mein Leuchten wieder.
Ich ertappe mich noch viel zu häufig dabei mich selbst schlecht zu reden, wenn ich mal wieder nicht das getan habe was ich mir vorgenommen hatte. Andererseits brauche ich die Energie noch für anderes und am Ende kommt es eh wie es gerade für mich am besten ist.
Also, auf ins nächste Drittel meines Experiments. Habt noch einen wunderschönen Abend.

Linktipp: Wie man mit NVDA den Bildschirm erkundet

Wie neulich angekündigt, hier mein erster Linktipp: Wie man mit NVDA den Bildschirm erkundet
Mal wieder von einem meiner Lieblingsblogger. Nicht ganz uneigennützig, ich verbasel immer mal wieder wichtige Links und NVDA ist der von mir eingesetzte ScreenReader. Außerdem hätte ich das sicher nicht besser schreiben können.

Ich rede wie mir der Schnabel gewachsen ist

Dieser Beitrag eines von mir sehr geschätzten Bloggers hat mich zu meinem heutigen inspiriert.
Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen. In meiner Jugend entdeckte ich eine Internetseite, auf der jeder Aufnahmen von sich hochladen konnte. Es gab sogar die Möglichkeit, Duette zu singen. Besagte Seite hatte auch ein Forum zum Austausch und da ich schon zu der Zeit gerne Kontakt zu normal Sehenden haben wollte, meldete ich mich an. Eines Tages kam die Nachricht eines Mitglieds, warum ich denn sehen sage, wenn ich nicht sehen kann. Ich musste zweimal lesen, um das zu verstehen. Ich schrieb zurück, dass ich das nun mal so sage, an die Antwort erinnere ich mich nicht mehr.
Es gab noch eine Situation in meiner Kindheit. Wir fuhren zu Freunden meiner Mutter. Als eines der Kinder ins Zimmer kam sagte ich „hallo, lange nicht mehr gesehen.“ Schallendes Lachen der anderen war die Antwort darauf. Ich fühlte mich trotzdem nicht ausgelacht.
Ja, ich kann es nachvollziehen. Es muss befremdlich wirken, wenn jemand Blindes „sehen“ sagt.
Ich benutze das schon immer so selbstverständlich und habe nie darüber nachgedacht, wie das auf andere wirkt.
Ich bin auch kein Freund davon immer aufpassen zu müssen, was ich sage. Wenn ich weiß, dass jemand ein Problem mit einem Wort hat, ok, aber von Beginn an davon auszugehen, es könnte sein…Nein, das bringt alle Gespräche zum Stocken.
Wenn zu mir jemand sagt „guck mal“ und mir etwas in die Hand drückt finde ich auch das völlig in Ordnung. Auf das betretene „oh sorry“ reagiere ich locker und erkläre, dass solche Worte für mich auch zum Sprachgebrauch gehören. Es mag Leute geben, die das anders sehen. Bei mir braucht keiner Angst zu haben, „sehen“ und ähnliches zu sagen. Wer unsicher ist fragt einfach nach. Manchmal ertappe ich mich dabei das Wort umschreiben zu wollen, wenn ich keine Lust auf Diskussionen habe.